Studium

Hier findet ihr Informationen rund um ein Studium und Berichte über Studiengänge.

 

Was gilt es bei einem Studium zu beachten und welche Voraussetzungen gibt es ?

Die Grundvoraussetzung für ein Studium ist die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, zudem gibt es noch eine bestimmte Rechtsvorschrift, die von einer zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannt werden kann. Die Hälfte der Bachelorstudiengänge sind zulassungsfrei, es wird nur einer der oben genannten Abschlüsse vorausgesetzt. Für die andere Hälfte der Studiengänge wird ein lokaler NC (Numerus Clausus) vorausgesetzt. Der lokale NC wird nach jedem Semester aus Angebot und Nachfrage berechnet. Der NC aus dem vorherigen Semester kann Orientierung für den NC des geplanten Semestereinstiegs geben . Zudem werden bei einer nicht erfüllten Nachfrage auch Bewerber mit einer Abiturdurchschnitt zugelassen, der unter dem eigentlichen NC liegt. Nur in den Bereichen der Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie gibt es eine bundesweite Zulassungsbeschränkung, die konstant ist.

Wie kann man ohne entsprechenden NC oder ohne Abitur trotzdem studieren ?

Wenn der eigene Abiturdurchschnitt nicht dem angeforderten NC entspricht, wird man auf eine Warteliste gesetzt. Die Wartezeit ist die Zeit von dem Zeitpunkt des Abiturs bis zum geplanten Studienbeginn. Pro Semester verringert sich der Durchschnitt um 0,1. Ein anderes Studium in der Wartezeit ist wartezeitschädigend, somit wird die angesammelte Wartezeit ungültig. Auch Studiengänge im Ausland sind mittlerweile wartezeitschädigend.
Einen freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr führt zu einer Studiengarantie, die Garantie gilt aber nur für die zwei darauffolgende Semester nach Beendigung des freiwilligen Jahres.
Zudem kann man auch mit einem Meistertitel oder anderen beruflichen Qualifikationen studieren. Dazu muss eine Zulassungsprüfung bestanden werden, die aus einem Teil allgemeiner und gesellschaftlichen Fragen und einem mathematischen Teil, der die geforderten Mathematikkenntnisse für den Studiengang abfragt, besteht.

Welche Arten von Studiengängen gibt es und wo liegen die Unterschiede ?

Das klassische Studium ist das Vollzeitstudium, in welchem man 45 Wochenstunden in Seminaren und Vorlesungen absolviert. Der Studierende ist finanziell abhängig, da meist keine Zeit für einen zusätzlichen Nebenjob vorhanden ist.
Eine Alternative bietet das Teilzeitstudium. Die Seminare finden halbtags, vereinzelt werktags oder am Wochenende statt, sodass der Studierende noch einen Nebenjob ausführen kann .
Zudem gibt es Möglichkeiten auch von Zuhause aus zu studieren. Durch ein Fernstudium kann man organisiert am eigenem Schreibtisch lernen oder durch ein Verbundstudium ca. 70% eigenstädig Zuhause erlernen und dann Präzensveranstaltungen besuchen, in denen auch die Prüfungen stattfinden. Zudem ist es auch möglich bei der Bundeswehr ein Studium zu absolvieren. Das Bundeswehrstudium kann man nach 15 Monaten Dienstzeit bei der Luftwaffe oder bei der Marine antreten. Das Studium dauert 3 Jahre an und das Gehalt wird weiterlaufend ausgezahlt.
In der letzten Zeit erfreut sich das duale Studium immer mehr Beliebtheit, deshalb werden verschiedene Arten von dualen Studiengängen angeboten. Die häufigste Art ist das ausbildungsintegrierte duale Studium. Das Studium setzt sich auch einer Berufsausbildung, die dadurch um 2 Jahre verkürzt wird, und einem akademischen Abschluss zusammen. Eine weitere Möglichkeit stellt das kooperative duale Studium da, welches einen hohem Praxisanteil aufweist, jedoch keinen einen handwerklichen Berufsabschluss enthält. Zudem werden auch duale Studiengänge für Berufstätige angeboten wie das berufsintegrierte duale Studium, indem der berufliche Alltag auf Weiterbildung ausgerichtet wird. Dieses steht im Gegensatz zum berufsbegleitenden dualen Studium, welches neben dem Beruf mit gelegentlicher Freistellung vom Arbeitgeber herläuft. Das duale Studium ist sehr anspruchsvoll, da man in der Zeit eines Vollzeitstudiums, an dessen Ende ein akademischer Abschluss steht, einen akademischen Abschluss und zusätzlich eine Berufsausbildung erwirbt.

Berichte über Studiengänge

Angelina, 24, Absolventin in Wirtschaftswissenschaften

Der Bachelorstudiengang, auch kurz ´Wiwi´ genannt, nach 8 Semestern Regelstudienzeit ist zwar grundsätzlich sehr informativ, aber man kann im späteren Beruf sehr wenig daraus anwenden. Dementsprechend ist dieser Studiengang nicht wirklich praxisrelevant, sondern eher stark theoretisch und vor allem, wie der Name vermuten lässt, eher wissenschaftlicher Natur, steigt man dann in den Beruf ein, hat man viel theoretisches Wissen, welches man noch nicht richtig anwenden kann.Weiterlesen

In der ersten 5 Semestern Grundstudium lernt man die Fächer Marketing, Personal, Buchführung, Kosten und Leistungsrechung (usw.) kennen. In den letzten drei Semestern vertieft man 3 von den insgesamt 18 Vertiefungsfächer, je nachdem wo man seinen beruflichen Schwerpunkt später setzen möchte. Gefallen an den Studium hat mir, dass wir sowohl BWL aus auch VWL studiert haben.

Jonas, 23, Student für Wirtschaftswissenschaften

Die BWL beschäftigt sich mit wirtschaftlichem Verhalten aus Sicht einer einzelnen Person / eines Unternehmens, wohingegen die VWL das gesamte Wirtschaftssystem eines Staates betrachtet. Beiden Gebieten liegt die Annahme von begrenzten Ressourcen und die Frage nach dem bestmöglichen Umgang damit zugrunde. Es wird dabei sowohl Handeln überprüft, als auch Prognosen für die Zukunft erstellt.Weiterlesen

Der Großteil des Studieninhaltes ist vorgegeben, damit alle Studenten über das gleiche Grundwissen verfügen. Diese sogenannten Pflichtmodule sind zum Beispiel Unternehmensgründung, Marketing, Personalwirtschaft, Finanzmärkte, Management, Öffentliche Finanzen.Ergänzt wird das Studium durch Grundlagen der Mathematik, Statistik, des öffentlichen Rechts und privaten Rechts. Diese sind erforderlich um bestimmte Fachgebiete vollständig verstehen und einordnen zu können.Ein kleinerer Bereich des Studiums kann je nach Interesse frei gewählt werden. Diese sogenannten Wahlmodule vertiefen das Grundwissen und lassen sich u. a. aus den Bereichen Steuerlehre, Controlling, Entwicklungsökonomik, Internationale Finanzwirtschaft, Marketing, Öffentliche Finanzen, Personal, Wirtschaftsprüfung, Statistik, Umweltökonomik, Unternehmensführung, Versicherungsbetriebslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftspolitik selbst auswählen. Am Ende des Studiums kann man demnach für ganz unterschiedliche Berufsfelder qualifiziert sein.
Ein Pflichpraktikum gibt es nicht, doch es wird empfohlen, um sich ein besseres Bild vom Berufsleben machen zu können. Zudem gibt es ein sehr attraktives Angebot für ein Auslandsjahr im 4 Semester, welches mit Wirtschaftsmodulen vollständig angerechnet werden kann.
Das Studium an einer Universität ist eher wissenschaftlich und theoretisch ausgerichtet. Dies war mir im Vorhinein auch bewusst. Für ein mehr praxisbezogenes Studium hätte ich mich für eine Fachhochschule entscheiden können. Ein reines VWL Studium hat oft den Nachteil, dass viele Inhalte im Berufsleben nicht wirklich erforderlich sind, bzw. dafür wichtige Fachbereiche fehlen. Ich bin mit der Wahl meines Studienganges bisher sehr zufrieden.

Leon, 23, Student für Maschinenbau (Produktionstechnik)

Der Inhalt des Grundstudiums besteht aus allen Grundlagen der Naturwissenschaften. Das Hauptstudium setzt sich aus BWL, Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik, Produktions- und Logistikplanung sowie Fabrikplanung. Das Studium bietet viele verschiedene mögliche Tätigkeitsfelder mit interessanten und zukunftsrelevanten Herausforderungen und Aufgaben mit sehr guten Jobperspektiven.Weiterlesen

An sich ist es sehr informativ und theoretisch, was natürlich Gegenstand einer Universität darstellt, weshalb es im Vergleich mit einen dualem Studium und einer Ausbildung praxisfern ist. Entschieden für das Studium hab ich mich aufgrund von generellen Interesse für Technik, Produktionsführung und Unternehmensführung, was durch das Studium sehr gut abdeckt wird. Auf einer Skala von 1-10 gebe ich eine 8.

Sara, 22, Studentin für Master of Education

Der Studiengang bietet eine anwendungsorientierte, wissenschaftliche Berufsqualifikation für die Tätigkeit in einer Grundschule. Man wird auf die Grundfächer  Mathe, Deutsch und Sachkunde, sowie ein viertes Unterrichtsfach vorbereitet. Das Programm gliedert sich in den bildungswissenschaftlichen Bereich, den fachdidaktischen Bereich, den Wahlbereich und das komplexe Schulpraktikum. Dadurch lernt man Planung und Durchführung von Unterricht in den Fächern. Zudem ist eine Masterarbeit anzufertigen.Weiterlesen

Das Studium ist sehr praxisnah gestaltet und es sind Zeiten für Praktika eingeplant, in dem man den gelernten Stoff anwenden kann. Es gibt Veranstaltungen, die sehr informativ sind, und andere bei denen man sich fragt wofür man sie später braucht.
Mir gefällt mein Studiengang aufgrund des hohen Praxisanteils und den dazugehörigen Aufbauseminaren sehr gut. Manchmal hätte ich gerne mehr Inhalt vermittelt bekommen, den ich im spätere Beruf anwenden kann. Außerdem fehlten mir gelegentlich Beispiele, unter anderem wie ich ein neues Thema in der Unterricht einführen kann.

Jana, 21, Studentin für Polizeivollzugsdienst

An meinem Studium gefällt mir die Abwechslung zwischen Theorie ( Rechtsfächer, Kriminalistik, Psychologie) und Praxis (verschiedene Polizeitrainings, Sport). Während des Studium wir man in sogenannte Studiengruppen unterrichtet, was meiner Meinung nach die Mitarbeit und das Selbststudium erleichtert.Weiterlesen

Nach dem Studium hat man innerhalb der Polizei viele Möglichkeiten und Bereich zur Auswahl, in denen man arbeiten kann. Vom Streifendienst über die Bereitschaftspolizei bis zur Kriminalpolizei ist alles dabei. Diese Vielfalt reizt mich auch besonders.

Marvin, 22, Absolvent für Onlinejournalismus

Ich interessiere mich für Journalismus und besonders Onlinejournalismus , weil ich den crossmedialen Aspekt der Arbeit sehr spannend finde. Man lernt im Studium zum Beispiel Texten und Bloggen, sowie verschieden Schreibstile kennen. Außerdem gehören zum Studium Audio- und Videoproduktion dazu. Mir hat das Studium sehr gut gefallen, weil man praxisorientiert arbeitet und in viele verschiedene Journalismus-Bereiche Kenntnisse sammelt. Außerdem kann man die eigenen Interessen durch freie Modulwahl einbringen.

Lisann, 21 Studentin für Onlinekommunikation

Ich habe mich für den Studiengang entschieden, da mich das Berufsfeld Medien sehr interessiert. Die Inhalte des Studiums fand ich sehr interessant und sie umfassen breit gefächert viele Bereiche der Onlinewelt. Die drei Hauptbereiche bestehen aus Public Relations (PR), Online Marketing und Corporate Learning. Inhalte sind beispielsweise Unternehmenskommunikation,Weiterlesen

Web-Analyse, visuelle Kommunikation, Medienrecht, Medienpsycholgie und verschiedene Lernagenturen, in denen Praxisprojekte mit persönlichen Kundenkontakt umgesetzt werden. Außerdem gibt es ein Praxissemester, in den umfassenden Praxiserfahrungen gesammelt werden können. Mir gefällt das Studium sehr gut, weil es praxisnah gestaltet ist. Besonders in der Lernagenturen kann man viel über die Arbeit mit den Kunden lernen.

Simon, Duales Studium im Maschinenbau

Wer eine große Begeisterung für Mathe, Physik und Technik aufbringt, für den könnte Maschinenbau der richtige Studiengang sein. Das Studium gewährt Einblick in Themengebiete wie Statik, Aerodynamik, Elektrotechnik, Antriebstechnik und vieles mehr. Die benötigten mathematischen Kenntnisse werden dabei in den ersten beiden Semestern vermittelt und immer wieder angewandt.
Viele Unternehmen bieten Maschinenbau auch als duales Studium, entweder praxis- oder ausbildungsintegriert an.Weiterlesen

Beim ausbildungsintegrierten Studium erlangt man im Laufe des Studiums einen Ausbildungsabschluss. Theoretische Zeiten an der Hochschule wechseln sich mit praxisintensiven Wochen im Betrieb ab. Die Ausbildungsinhalte sind dabei nicht vergleichbar mit dem Schwierigkeitsgrad der Lehrveranstaltungen an der Hochschule, dafür wird man als dualer Student an der Werkbank oder anderswo praktisch gefordert und muss nicht nur sein Gehirn anstrengen. Während ich z.B. Dreh- und Fräsmaschinen in der Hochschule nur als Bild in einer PowerPoint-Präsentation betrachten durfte, konnte ich in der Praxiszeit selbst mit diesen Maschinen arbeiten.
Neben einer Ausbildungsvergütung während der Studienzeit hat man zudem schon eine Perspektive für den Berufseinstieg, muss sich jedoch auch im Klaren darüber sein, dass die üblichen Semesterferien entfallen und man, während andere Partys und Urlaub machen, ganz normal von Montag bis Freitag im Unternehmen arbeitet bzw. seine Ausbildung fortführt.

Lorenz, Studium im Wirtschaftsingenieurswesen

Allgemein
Im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen werden Inhalte der Fächer Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Mathematik, Physik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik vermittelt. Die Schwerpunktsetzung und Zusammenstellung der einzelnen Fächer variiert jedoch unter den Hochschulen.
Das Studium kombiniert betriebswirtschaftliche Fachkenntnisse und technisches Know-how und spannt somit eine Brücke zwischen Wirtschaft und Technik, welche Grundlage für verantwortungsvolle Führungs- und Managementaufgaben sein kann. Wirtschaftsingenieure planen, kontrollieren und verbessern technische Produktionsabläufe eines Unternehmens. Ein breit aufgestelltes Grundstudium im Bachelor ermöglicht im Master eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten, sodass sich viele verschiedene Berufsfelder ergeben können. Beispielsweise lassen sich Biomedizintechnik, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Mechatronik und Robotik als Masterstudiengänge anwählen. Weiterlesen

Persönliche Einschätzung
Für mich persönlich ist dieser Studiengang besonders interessant, da er eine große Abwechslung bietet und viele verschiedene Interessenfelder gleichzeitig bedient werden.
Neben den theoretischen Einheiten gibt es auch viele praktische Module, welche nicht nur Abwechslung bringen, sondern auch dabei helfen seine Lernfortschritt direkt anzuwenden und praktische Anwendungsfelder kennenzulernen.
Außerdem besteht die Möglichkeit, in meinen Wahlfächern die für mich persönlich besten Fächer zu wählen und so meine Interessen weiter vertiefen zu können.

Welche Schwierigkeiten gibt es?
Grundsätzlich sollte man sich natürlich für das Fach, welches man studiert, interessieren – das bringt zusätzliche Motivation und erleichtert den Zugang zum Fach. Vor einigen Fächern wie beispielsweise Mathematik schrecken viele zurück. Wenn man sich aber für die Inhalte begeistern kann und sich überwindet, seine Defizite durch Hilfsangebote (welche zahlreich von den Universitäten, auch im Vorhinein, angeboten werden) aufzuarbeiten, kann man die Prüfungen bewältigen und später Spaß haben, das Erlernte einzusetzen. Dennoch kommt man nicht um die oft sehr zeitintensive Klausurvorbereitung herum, und auch durch schwierige Zusammenhänge muss man sich oft durchzubeißen.
Neben fachlichen Problemen kann auch das Umfeld zu Unwohlsein oder Demotivation führen. Hier empfiehlt es sich vor Studienbeginn die Studienorte zu besichtigen und an möglichen Vorbereitungsveranstaltungen teilzunehmen, um frühestmöglich soziale Kontakte aufbauen zu können.
Abschießend lässt sich sagen, dass man eine gewisse Affinität und Interesse an wirtschaftlichen und technischen Zusammenhägen mitbringen und sich nicht vor mathematischen Hürden scheuen sollte. Schulnoten sollten nach meiner Erfahrung jedoch nicht an der Wahl eines Studienganges hindern.

Victoria, 20 und Studentin der Rechtswissenschaften

Bei Jura braucht man vor allem eines: Durchhaltevermögen. Gepaart mit Disziplin, Allgemeinwissen und Frustrationstoleranz wird aus einem ein/e erfolgreiche/r JuristIn. Aber keine Sorge, das Studium hat viel zu bieten:
Neben den Gebieten der Rechtswissenschaften, Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht, bekommt man im Studium die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszublicken, indem man Kurse in Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften, Geschichte oder Fremdsprachen besuchen kann. Das Wissen wird hauptsächlich in Vorlesungen vermittelt, die von Arbeitsgemeinschaften begleitet werden, in denen man die Fallbearbeitung vertieft. Denn darauf kommt es letztendlich an. Die Klausuren bei uns sind (leider) keine Computertests, kein Multiple Choice, keine Lückentexte, keine Aufsätze und auch sonst nichts, was man aus der Schule kennt. Wir schreiben Gutachten, rauf und runter. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.
Wenn man im Studium genug von der Theorie hat, sorgen Praktika und Moot Courts (simulierte Gerichtsverhandlungen im Wettbewerbsformat) für den nötigen Ausgleich und ermöglichen, das erlernte Wissen in der Praxis zu erproben.Weiterlesen

Mit dem Ausland ist das so eine Sache. Das deutsche Jurastudium fokussiert sich auf das deutsche Rechtssystem, während die Studien in anderen Ländern nunmal auf deren Systeme ausgerichtet sind. Nichtsdestotrotz bietet zum Beispiel das Europa- oder das Völkerrecht die Möglichkeit, schon während des Studiums eine internationale Ausrichtung zum Beispiel im Rahmen eines Erasmus-Semesters einzuschlagen. In der Praxis sieht das Ganze schon anders aus, denn die großen Kanzleien und Unternehmen agieren nicht selten international, sodass ein Praktikum oder eine Referendariatsstation im Ausland einem die Möglichkeit geben, grenzüberschreitend tätig zu werden.
Den Abschluss des Studiums stellt das Staatsexamen dar. Auch hier unterscheidet sich Jura von Bachelor-/ Master-Studiengängen. Wir schreiben zwar in den zehn Semestern (Regelstudienzeit; meist länger) einiges an Klausuren und Hausarbeiten, aber am Ende zählt nur das Examen, welches aus sechs schriftlichen und einer mündlichen Prüfung besteht. Deshalb nimmt man sich nach dem viersemestrigen Grund- und dem dreisemestrigen Hauptstudium zumeist noch anderthalb bis zwei Jahre für die eigenständige Examensvorbereitung. Eine zweite Komponente des ersten Staatsexamens ist der Schwerpunkt, in dem man sich über zwei Semester bereits in einem Fachgebiet seiner Wahl spezialisieren kann.
Nach dem ersten Staatsexamen steht ein zweijähriges Referendariat an, dem sich ein zweites Staatsexamen anschließt. Danach darf man sich VolljuristIn nennen und Berufe wie Richter, Anwalt oder Staatsanwalt warten auf einen. Doch damit nicht genug, mit Jura stehen einem viele Türen offen. Verwaltung, Politik und Wirtschaftsunternehmen, Banken, NGOs und Versicherungen suchen dringend gute JuristInnen!
„Das Jura-Studium ist eine Schule fürs Leben“, hat ein Dozent uns mal gesagt. Je mehr ich mich mit der Thematik beschäftige, desto mehr gebe ich ihm in dieser Aussage Recht.